„Showdown“ beim ZDF.

Wie zu erwarten war, fand sich gestern keine Mehrheit für eine Verlängerung des Vertrages von Chefredakteur Brender, auch nicht für den Kompromissvorschlag, den Vertrag bis zum Januar 2012 zu verlängern. Sein Vertrag endet damit im März 2010.

Allerdings fiel die geheime Abstimmung mit 7:7 überraschend knapp aus, zwei unionsnahe Mitglieder müssen demnach für Brender votiert haben. Nicht überraschend ist hingegen, dass danach keine der beiden Seiten die politische Einflussnahme bzw. “das System” (Beck) beim ZDF insgesamt in Frage stellt. Denn bislang repräsentieren tatsächlich vierzehn Mitglieder im Verwaltungsrat zwei Parteien, aber nur zwei Mitglieder jeweils eine gesellschaftliche Gruppe.

Intendant Schächter will mit dem Verwaltungsrat noch vor Jahresende am 10. Dezember einen neuen Chefredakteur berufen vorschlagen.

Bislang hat Koch den bisherigen Besetzungsproporz (CDU-Intendant, SPD-Chefredakteur, CDU-Programmchef) noch nicht aufgekündigt, sondern nur die Muskeln spielen lassen. Es ging daher nicht darum, entweder für Brender oder gegen Koch zu sein. Aber es ging sehr wohl darum, wie schamlos diese Einflussnahme künftig stattfindet.

Wer auch immer neuer Chefredakteur wird, die Entscheidung gegen Brender hat dem ZDF schon jetzt mehr geschadet als genützt. Aber der Rundfunk hat ein kurzes Gedächtnis. Es bleibt zu hoffen, dass ähnliche Angriffe auf andere, moderne Medien (Stichwort: Netzneutralität) besser abgewehrt werden können.

Erklärung des Intendanten im Wortlaut.

Reaktionen: ZeitOnline.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag.





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